Kirchengemeinde St. Dionysius

Patrone:

  • Heiliger Franziskus (Ordensgründer aus Assisi / Gedenktag: 04. Oktober)
  • Heiliger Antonius von Padua (Ordenspriester, Kirchenlehrer / Gedenktag: 13. Juni)

Geschichte:

1638: Die ersten Kapuziner kommen aus der Tiroler Provinz nach Neckarsulm, Bau eines Hospizes

1661: Grundsteinlegung des Klosters

1664: Fertigstellung der Kirche unter Kapuzinerpater Nikolaus von München

1811: Ende des Klosterlebens

03.10.1811: Schließung der Kirche auf königliche Anordnung

1829: Verwendung der Kirche als städtisches Magazin

1892: Beginn der Wiederherstellung der Kirche durch Architekt Ulrich Pohlhammer

04.10.1894: Rekonsekration der Kirche

1896: Aufstellung des neuen Marienaltars

1900: Aufstellung der Seitenaltäre

1903: Bau der Orgelempore

1961: Einbau des Buntglasfensters

1982: Aufstellung des Zelebrationsaltars

2002 / 2003: Renovierung: Veränderung des Zelebrationsaltars, neuer Tabernakel und Ambo

10.01.2010: Weihe der neuen Orgel der Firma Seifert am Fest der Taufe des Herrn

Heute:

In der Klosterkirche finden dreimal die Woche Werktagsmessen statt. Sie diente auch schon öfters als „Ausweichkirche“ für die restlichen Gottesdienste der Kirchengemeinde St. Dionysius, wenn die Pfarrkirche St. Dionysius renoviert wurde.


Liturgische Orte:

Die Klosterkirche ist zusammen mit einem Kapuzinerkloster gebaut worden. Sie besitzt ein Türmchen mit einer Glocke der Firma Bachert aus dem Jahre 1894.

Heutzutage hat die Polizei ihren Sitz in dem ehemaligen Kloster. Die Kirche ist durch eine Wand von dem Klostergebäude abgetrennt.

Altarraum

Da die ursprünglich barocke Ausstattung in den Jahren der anderweitigen Nutzung verloren gegangen ist, musste sie bei der Wiederherstellung der Kirche neu beschafft werden. Einzig das Kreuz im Altarraum über der Kredenz wurde aus der ursprünglichen Klosterkirche übernommen.

Am Chorbogen bei diesem Kreuz ist eine Figur des heiligen Josef zu sehen, der wie auch die Figur der Himmelskönigin mit dem Jesuskind gegenüber vom Neckarsulmer Eduard Rheineck geschaffen wurde.

Die Figuren des heiligen Antonius und der heiligen Klara neben dem Hochaltar wurden vom Neckarsulmer Bildhauer Johann Matthäus Zartmann erstellt.

Hochaltar

Der Hochaltar mit seiner Altarplatte sowie dem Lamm Gottes stammt ebenfalls von Johann Matthäus Zartmann aus der Zeit der Wiederherstellung. Der Tabernakel auf dem Hochaltar ist neueren Datums. Er kam in die Kirche im Rahmen der Renovierung 2002 / 2003 und wurde – wie auch der Ambo – von Künstler Klaus-Peter Scherer aus Nürnberg hergestellt.

Buntglasfenster

Das große Fenster im Altarraum an der Ostseite der Kirche zeigt die Vogelpredigt des heiligen Franziskus. Es wurde 1961 nach einem Entwurf von Franz Dewald von den Karlsruher Glaswerkstätten hergestellt.

Restlicher Kirchenraum

Seitenaltäre

Die Seitenaltäre aus dem Jahre 1900 wurden von Alois Binnig aus Oedheim hergestellt. Die Figuren hat Anton Leins in Horb gefertigt.
Der rechte Seitenaltar zeigt die heilige Anna zusammen mit ihrer Tochter Maria. Der linke Seitenaltar ist dem heiligen Josef geweiht und zeigt diesen zusammen mit dem jungen Jesus.

Seitenkapelle

In der Seitenkapelle befindet sich ein Marienaltar aus dem Jahre 1896, der Maria als Himmelskönigin zeigt. Gebaut hat ihn ebenfalls Alois Binnig, die Figur wurde von Theodor Schnell und Sohn in Ravensburg geschaffen.

Weitere Figuren

In einer Nische über dem Chorbogen befindet sich eine Figurengruppe der Heiligen Familie, die von der Kunstanstalt Laumann aus Dülmen hergestellt wurde.
Das große Kreuz auf der rechten Seite wurde von Anton Leins im Jahre 1900 erstellt. Auch die Herz-Jesu-Statue in einer Nische auf der linken Seite stammt aus dem gleichen Jahr.

Die gotische Figur „Madonna vom Scheuerberg“ kam zunächst von einer Grotte auf dem Scheuerberg in der Pfarrkirche St. Dionysius, wo sie im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde. Nach der Reparatur wurde sie in der Klosterkirche untergebracht.

An der Westfassade über dem Portal ist eine Figur des guten Hirten zu sehen, die Johann Matthäus Zartmann geschaffen hat. Das reliefartige „Agnus Dei“ weiter oben stammt noch aus der Zeit der Erbauung.

Kreuzweg

Die Kreuzwegstationen wurden im Jahre 1894 von den Kunstmalern Lessig und Ranzinger aus München erstellt.


Orgel

Hier finden Sie weitere Informationen zur Orgel.


Weitere Bilder:

Portal mit dem Guten Hirten
Portal mit dem Guten Hirten
Turm und Agnus Dei Relief
Turm und Agnus Dei Relief
Kreuzweg und Kreuz im Kirchenraum
Kreuzweg und Kreuz im Kirchenraum
Kirchenraum
Kirchenraum
Seitenaltar mit der heiligen Anna zusammen mit ihrer Tochter Maria
Seitenaltar mit der heiligen Anna zusammen mit ihrer Tochter Maria
Seitenaltar des hl. Josef
Seitenaltar des hl. Josef
Altarraum
Altarraum
Himmelskönigin
Himmelskönigin
Hl. Josef
Hl. Josef
altes Kreuz aus der ursprünglichen Klosterkirche
altes Kreuz aus der ursprünglichen Klosterkirche
Hl. Antonius im Altarraum
Hl. Antonius im Altarraum
Hl. Klara
Hl. Klara
Hochaltar
Hochaltar
Altar im Altarraum
Altar im Altarraum
Farbenspiel im Altarraum
Farbenspiel im Altarraum
Heilige Familie über dem Chorbogen
Heilige Familie über dem Chorbogen
Herz-Jesu-Statue
Herz-Jesu-Statue
Madonna vom Scheuerberg
Madonna vom Scheuerberg
Marienaltar
Marienaltar
Hl. Antonius
Hl. Antonius
Empore
Empore
Fenster mit Agnus Dei
Fenster mit Agnus Dei
Fenster mit der Muttergottes
Fenster mit der Muttergottes
Klosterkirche von außen
Klosterkirche von außen
Kreuz vor der Kirche
Kreuz vor der Kirche
Krippe
Krippe
Ostergarten
Ostergarten
Ostergarten: Auferstandener
Ostergarten: Auferstandener


Adresse:

Die Adresse finden Sie auf der Seite der Kirchengemeinde St. Dionysius unter Kirchen und Einrichtungen.


Quellen:

  • Die Kirchen von Neckarsulm – Klosterkirche von Uwe Scharfenecker (2004)
  • Neckarsulm in Wort und Bild – Kirchengemeinde St. Dionysius; Herausgeber: Katholisches Pfarramt St. Dionysius (1982)