Am zweiten Weihnachtsfeiertag wurde schon traditionell das Patrozinium von St. Johannes mit einer gemeinsamen Eucharistiefeier der Seelsorgeeinheit gefeiert, das eigentlich einen Tag später, am 27. Dezember wäre.

Die beiden Chöre aus St. Johannes und St. Remigius unter der Leitung unseres neuen Kirchenmusikers Christian Göckel sorgten neben der Bläsergruppe auf die festliche musikalische Umrahmung des Gottesdienstes. Am Ende durfte natürlich das „Oh du fröhliche“ nicht fehlen.

In dieser festlichen Stimmung wurden die Gegensätze zu den Lesungstexten deutlich, auf die auch Diakon Klaus Börger in seiner Predigt eingegangen ist. Auf der einen Seite feiern wir gerade dieses friedvolle Weihnachtsfest, aber gleichzeitig wird am zweiten Weihnachtsfeiertag dem Heiligen Stephanus gedacht, der der erste Märtyrer des Christentums war. Diese Gegensätze sind auch in unserer heutigen Welt spürbar und auch heute gibt es noch den gleichen Hass und die Gewalt wie zu jener Zeit. So ist der Satz der Engel an die Hirten in der Heiligen Nacht nicht bloß als Wunsch zu verstehen, sondern als Aufforderung:

„Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“ (Lk 2, 14)

Im Anschluss segnete Diakon Klaus Börger den Johanneswein und zitierte dabei aus dem Buch Jesus Sirach zum Thema Wein:

„Gleich wie Leben ist Wein für die Menschen, wenn du ihn maßvoll trinkst. Was ist das Leben, wenn der Wein fehlt? Er ist geschaffen zur Heiterkeit des Menschen. Fröhlichkeit des Herzens und Heiterkeit der Seele bringt der Wein, zur rechten Zeit und maßvoll getrunken.“ (Sir 31, 27-28)

Am Ende des Gottesdienstes lud er als „Hausherr“ noch zum Umtrunk ins Gemeindezentrum ein. Während die Bläsergruppe erneut weihnachtliche Lieder spielte, stießen viele Gäste auf die Liebe des Heiligen Johannes an.

Gottesdienstbes...
Gottesdienstbesucher in St. Johannes
Einzug zur Echa...
Einzug zur Echaristiefeier: das Pastoralteam mit Ministranten
Kirchenchöre St...
Kirchenchöre St. Johannes und St. Remigius
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Die Bläsergruppe
Diakon Klaus Bö...
Diakon Klaus Börger bei der Predigt
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Die Krippe in St. Johannes
Der Engel in de...
Der Engel in der Krippe verkündet den Hirten eine frohe Botschaft
Die Krippe in S...
Die Krippe in St. Johannes
Die Kirchenchör...
Die Kirchenchöre St. Johannes und St. Remigius
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Die Bläsergruppe beim Stehempfang
Gäste beim Steh...
Gäste beim Stehempfang
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Trinket die Liebe des Heiligen Johannes
... auch der Na...
... auch der Nachwuchs darf nicht fehlen
Ausschank des J...
Ausschank des Johannesweins

"Ich träume von einer Welt, in der jedes Kind ein liebevolles Zuhause hat."

"Ich träume von einer Welt, in der die Natur geschützt und geachtet wird."

"Ich träume von einer Welt, in der sich die Menschen gegenseitig helfen."

"Ich träume von einer Welt, in der wir friedvoll zusammenleben und eine glückliche Zukunft haben."

... mit diesen Träumen wurde am dritten Adventssonntag, 16.12.2018, traditionell das Friedenslicht in die Neckarsulmer Klosterkirche gebracht, das zuvor von einem Kind in Bethlehem entzündet und von dort weiterverteilt wurde. Auch unsere Pfadfinder nehmen an dieser Aktion teil, die es seit nunmehr 25 Jahren in Deutschland gibt, und holten das Friedenslicht am Stuttgarter Flughafen ab.

So konnten zu Beginn des Gottesdienstes zwei junge Pfadfinder dieses Licht – musikalisch umrahmt von der Gruppe RISING – in die dunkle Klosterkirche bringen, wo es Diakon Klaus Börger in Empfang nahm. Er gestaltete zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Walter Keppler und den Pfadfindern diesen ökumenischen Gottesdienst, der unter dem Motto

„Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft“

stand. Diese Aktion soll ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung setzen und alle Menschen guten Willens zum Einsatz für den Frieden ermutigen.

Wir verlieren nichts, wenn wir mit unserer Kerze die eines anderen anzünden.

Am Ende des Gottesdienstes konnten die Besucher selbst das Licht mit nach Hause nehmen und weiterverbreiten. Vor der Kirche gab es zum Abschluss noch einen Glühweinausschank, der bei diesen kalten Temperaturen gerne angenommen wurde.

Mit den Spenden für den Gottesdienst wurde die Stiftung Starke Familien unterstützt.

Hier finden Sie noch ein paar Impressionen von der Aussendungsfeier des Friedenslichtes:

Das Friedenslic...
Das Friedenslicht wird in die dunkle Kirche getragen
Der Adventskran...
Der Adventskranz wird mit dem Friedenslicht entzündet
Die Gruppe RISI...
Die Gruppe RISING umrahmt den Gottesdienst musikalisch
Diakon Klaus Bö...
Diakon Klaus Börger und Pfarrer Walter Keppler gestalten zusammen mit den Pfadfindern den Gottesdienst
Friedensgruß
Friedensgruß
Weitergabe des ...
Weitergabe des Friedenslichtes an die Besucher
Glühweinausscha...
Glühweinausschank im Anschluss

 

 

Freu dich nicht zu spät!

Unter diesem Motto stand die diesjährige Adventsandacht in der Klosterkirche am 02.12.2018, die wieder einmal von den Scouts gestaltet und musikalisch umrahmt wurde.

„Freu dich nicht zu spät“. Dieser Spruch stammt von der "zweiten Haltestelle" aus dem Buch "Singen, beten, Glühwein trinken" (Thomas Ochs, Matthias Leis und Johannes Treffert). Der Erzähler fand diesen Spruch beim Aufräumen des Schreibtisches und kam dann ins Grübeln. „Heißt es nicht, freu dich nicht zu früh?“ fragte der Scouts-Chor in die Runde der Andachtsbesucher. „Gibt es ein zu spät bezogen auf die Freude an Weihnachten?“

Diakon Klaus Börger meinte: „Schon seit September finden wir die ersten Lebkuchen und ab Oktober die ersten Nikoläuse und Weihnachtsmänner in den Läden, dann könnten wir heute doch schon mit Weihnachten fertig sein?“

Anschließend folgten Impulse für die Andachtsbesucher:

  • Empfinde ich wirkliche Freude bei der Vorbereitung des Weihnachtsfestes oder artet das Abarbeiten der To-Do-Liste in Stress aus ...
  • Kann ich mir bewusst Zeit für die Freude nehmen oder ist mein Terminkalender dafür viel zu voll ...
  • Kann ich die Last des Alltags einmal ruhen lassen und mich der Freude öffnen oder hindern mich Sorgen und Ängste daran ...
  • Schaffe ich es, den Blick auf das zu richten, was Weihnachten eigentlich ausmacht, oder verzettele ich mich in meinem Perfektionismus ...
  • Kann ich – auch im Blick auf die biblische Erzählung von der Geburt Jesu – darauf vertrauen, dass sich das Weihnachtswunder auch unter nicht perfekten Umständen zeigt ...
  • Kann ich aus der Quelle der Weihnachtsfreude für mein Leben Lebensfreude schöpfen ...

Also würde es da nicht Sinn machen, einmal weniger Termine in die Vorweihnachtszeit zu legen, weniger Weihnachtsfeiern oder -märkte zu besuchen? Lieber mit Freude ein Fest vorbereiten – auch wenn nicht alles perfekt ist – als eine perfekte Vorbereitung, bei der das Wichtigste zu spät kommt oder ganz fehlt.

Zwischen den einzelnen Texten sangen die Scouts unter der Leitung von Jan Riedel stimmgewaltig und sehr harmonisch und sorgten damit für eine besinnliche Adventsstimmung.

Zum Abschluss bot Simone Selbmann vom Scouts-Chor noch eine „Gebrauchsanleitung für 5 Minuten echten Advent“ an:

Handy ausschalten,
Tee aufbrühen,
Kerze anzünden,
Beine hochlegen,
Gedicht lesen:

Bleib einmal stehn und haste nicht.

Schau das kleine stille Licht,

hab einmal Zeit für dich allein

zum reinen Unbekümmertsein.

 

Lass deine Sinne einmal ruhn,

hab den Mut zum gar nichts tun.

Lass die wilde Welt sich drehn,

hab das Herz, sie nicht zu sehn.

Sei wieder Mensch und wieder Kind

und spür, wie Kinder glücklich sind.

Dann bist von aller Hast getrennt,

du auf dem Weg hin zum Advent.

... und anschließend Tee und Gebäck genießen.

In diesem Sinne wünschen wir allen eine besinnliche Adventszeit und anschließend ein frohes Weihnachtsfest!

Eleonore Schweizer