Patron:
heiliger Dionysius, der erste Bischof von Paris, Märtyrer

Gedenktag:
09. Oktober


Geschichte:

1706 – 1710: Abriss des gotischen Vorgängerbaus, Bau der Kirche unter dem Mergentheimer Bauleiter Johann Wolfgang Fichtmeyer, der Burg- und Ordensbaumeister des Deutschen Ordens war

1757: Abbruch des gotischen Turms, Bau des Nachfolgers unter Franz Häffele

1877 – 1897: Veränderungen der Kirche: u. a. neuromanisch-neugotische Altäre, neue Glasfenster

1937 bis 1939: Umgestaltung des Kircheninnenraums zurück zum Barock: u. a. neue Altäre, Entfernung der Buntglasfenster

1943: Auslagerung des Inventars der Kirche wegen des Zweiten Weltkriegs

01.03.1945: Zerstörung der Kirche

29.06.1946: offizieller Beginn des Wiederaufbaus

23.01.1949: Weihe der neuen Glocken durch den Benediktinerabt Albert Schmitt aus Bad Wimpfen

21.11.1949: Rekonsekration nach dem Wiederaufbau durch Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht

1959 – 1963: Innenrenovierung

1977 – 1982: Umfassende Außenrenovierung, neuer Kreuzweg (1978)

1989 / 1990: Innenrenovierung

2011 / 2012: Außenrenovierung

2013 / 2014: Innenrenovierung, Bau einer neuen Orgel der Firma Klais

08.02.2015: Weihe der neuen Orgel durch Weihbischof Dr. Johannes Kreidler

2018: Innenrenovierung nach Unwetterschaden

Heute:

Als zentrale Kirche der Kirchengemeinde St. Dionysius wird diese Kirche mehrmals die Woche für Werktagsmessen sowie für ein bis zwei Eucharistiefeiern am Wochenende genutzt. Auch Andachten und Vespern zu Hochfesten und in den geprägten Zeiten werden angeboten.
Außerdem erfreut sich die Kirche großer Beliebtheit für die Feier von Taufen und Hochzeiten. Wegen der neuen Klais-Orgel finden dort auch öfters (Orgel-)konzerte statt.


Liturgische Orte:

Die auf einem Felssporn gelegene Pfarrkirche St. Dionysius prägt das Bild der Stadt Neckarsulm. Der Renaissance-Barockbau ist etwa 28 m lang und 14 m hoch. Die Südfassade mit dem Kirchenportal hat eine Höhe von 33 m.

Altäre

Die barocken Altäre, die von der Ellwanger Werkstatt Reinhard Geiselhart geschaffen wurden, wurden von Architekt Professor August Koch aus Stuttgart nach einer Konzeption von Stadtpfarrer Joseph Sandel entworfen.

Hochaltar

Der Hochaltar wurde im Jahre 1937 aufgestellt. Im Mittelpunkt des Hochaltars ist das Kruzifix, über dem in Gestalt der Taube der Heilige Geist schwebt. Die Dreifaltigkeit wird durch die Darstellung des Gottvaters in einer Gloriole, von Engeln und Wolken umgeben, komplettiert. Neben dem Kreuz stehen Figuren von Maria und Johannes.

Seitenaltäre

Die beiden Seitenaltäre stammen aus dem Jahre 1939, die oberen Bilder in den Seitenaltären stammen jeweils von Kunstmaler Walter Maschke aus Calw (1979).

  • Der linke Seitenaltar ist der Marienaltar. Er zeigt das Bild Maria vom Sieg von Giovanni Battista Crespi. Darüber ist der Parton der Kirche, der heilige Dionysius, abgebildet.
  • Der Seitenaltar rechts beinhaltet ein altes Josefsbild mit dem Jesuskind aus dem 17. Jahrhundert. Im oberen Bereich ist der heilige Martin, der Diözesanpatron unserer Diözese, zu sehen.

Kanzel

Beim Wiederaufbau erhielt die Kanzel eine barocke Umkleidung und die Figuren der vier Evangelisten wurden hinzugefügt.

Emporen

Die beiden Emporen erstrecken sich über die ganze Kirchenbreite und werden durch zwei Trägersäulen in Stuckmarmor gestützt. Auf der oberen Empore befindet sich die neue Klais-Orgel (weitere Infos).

Kreuzweg

Der neubarocke Kreuzweg von Walter Maschke wurde im Jahre 1978 aufgehängt.

Figuren

Die bedeutendste Figur der Kirche ist die spätgotische Pietà an der Ostwand, die um 1500 entstanden ist und aus der Vorgängerkirche stammt.
In einer Nische auf der linken Seite kam bei der letzten Renovierung 2014 eine Figur des heiligen Dionysius neu dazu.

Außenbereich

Portalseite

Über dem Portal, das aus Säulen mit korinthischen Kapitellen besteht, befindet sich in einer Nische eine Skulptur des Erlösers. Neben dem Portal stehen Figuren der Apostel Petrus und Paulus. Alle drei Figuren stammen von Johann Jakob Holbusch (1656 – 1728). Die Figur des Kirchenpatrons St. Dionysius oben auf der Fassade am Südgiebel wurde 1978 vom Gundelsheimer Bildhauer Ludwig Herold komplett erneuert.

Über dem Eingang zur Sakristei befindet sich eine Madonna, die ebenfalls von Johann Jakob Holbusch geschaffen und im Rahmen einer Renovierung von Ludwig Herold überarbeitet wurde.

Turm                 

Der 49 m hohe Turm hat ein quadratisches Untergeschoss, worauf ein zurückspringendes Obergeschoss folgt. Er besitzt einen Umgang mit Brüstungsgitter auf einem Kranzgesims.
Auf dem Turm befinden sich folgende Figuren:

der heilige Urban (Patron der Weingärtner), Thomas Morus (englischer Staatsmann und Märtyrer) und die Muttergottes mit dem Kinde jeweils vom Gundelsheimer Bildhauer Ludwig Herold (1981) erstellt sowie eine barocke Josefsfigur (Patron der Arbeit), die von Ludwig Herold überarbeitet wurde

Glocken

Im Turm befinden sich fünf Glocken aus dem Jahre 1949 von der Firma Junker in Brilon:

  • Gloria in exelsis Deo: 1250 kg, Tonlage es
  • Et in Terra pax hominibus: 900 kg, Tonlage f
  • Christus vincit: 550 kg, Tonlage as
  • Christus triumphat: 350 kg, Tonlage b
  • Christus populum suum ab omni mali defendat: 250 kg, Tonlage des

Weitere Bilder:

 

Portalseite der...
Portalseite der Kirche von außen
Kirchenportal
Kirchenportal
Portalseite: Pa...
Portalseite: Paulus
Portalseite: Pe...
Portalseite: Petrus
Blick in den Ki...
Blick in den Kirchenraum
Hochaltar
Hochaltar
Marienaltar
Marienaltar
Seitenaltar des...
Seitenaltar des heiligen Josef
Figur des heili...
Figur des heiligen Dionysius
Kanzel
Kanzel
Kreuzweg
Kreuzweg
Pietà
Pietà
Die neue Klais-...
Die neue Klais-Orgel
Spieltisch der ...
Spieltisch der Orgel
Marienstatue üb...
Marienstatue über der Sakristei
Turm
Turm
Glocke
Glocke
Heiliger Dionys...
Heiliger Dionysius auf dem Portal von hinten
Rorate
Rorate
Krippe
Krippe
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St. Dionysius zur Weihnachtszeit
Grab zur Karmet...
Grab zur Karmette
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Ostergarten: Passionsweg
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Ostergarten: Szenen nach der Auferstehung
Ostergarten: Au...
Ostergarten: Auferstandener
Auferstandener ...
Auferstandener über dem Tabernakel in der Osterzeit
Erntedank
Erntedank
Erntedankaltar
Erntedankaltar


Adresse:

Die Adresse finden Sie auf der Seite der Kirchengemeinde St. Dionysius unter Kirchen und Einrichtungen.


Quellen:

  • Die Kirchen von Neckarsulm – Pfarrkirche St. Dionysius / Christuskirche in Obereisesheim von Uwe Scharfenecker (2004)
  • Neckarsulm in Wort und Bild – Kirchengemeinde St. Dionysius; Herausgeber: Katholisches Pfarramt St. Dionysius (1982)
  • Die Johanneskirche in Neckarsulm – Eindrücke und Gedanken zu einem Kirchenbau von August Vogt (2013)
  • Geschichte und Baukultur des Deutschen Ordens im Stadt- und Landkreis Heilbronn von Bernhard J. Lattner und Joachim Henze (2017)