Schon seit 45 Jahren bittet die Aktion Hungerhilfe die Gemeinde um Unterstützung von Missionsprojekten. In diesem Jahr soll die Hilfe wieder an Schwester Theresina von den Sießener Franziskanerinnen gehen.
In Belo Jardim/Brasilien kümmert sich die Ordensfrau aus unserer Diözese schon seit vielen Jahren um arme, ausgegrenzte und hilflose Menschen am Rande der Gesellschaft. Wie in allen Teilen des Landes, so tut sich auch in Belo Jardim eine gewaltige Kluft auf zwischen denen, die am allgemeinen Wohlstand teilhaben können, und denen, die oft nicht einmal das Lebensnotwendige haben.

Hinzu kommt noch, dass in diesem Klima von Armut, fehlender Bildung und Perspektivlosigkeit Gewalt und Drogenmissbrauch Hochkonjunktur haben. Staatliche Hilfen gibt es nicht oder sie sind so gering, dass sie den Menschen in solchen Situationen kaum helfen.

Hier beginnt die Arbeit von Schwester Theresina und ihren Mitschwestern. Dazu haben sie sich inzwischen als Psycho- bzw. als Physiotherapeuten ausbilden lassen, um den Menschen über die völlig unzureichende staatliche Versorgung hinaus Hilfen in vielfältiger Weise anzubieten. Außerdem arbeiten die Schwestern natürlich auch in der Pfarrgemeinde mit, zu der dieser soziale Brennpunkt gehört, und bereiten Gottesdienste vor oder führen Kurse zur Vertiefung des Glaubens durch.

Hungerhilfe

Zurzeit richten die Schwestern einen großen Raum für die Katechese und die Alphabetisierungskurse ein. Bereits jetzt werden dort die ersten Unterrichtsstunden gehalten. Die Aktion Hungerhilfe konnte für diese und andere wichtige Aufbauarbeit in den letzten Jahren erhebliche Spendenmittel zur Verfügung stellen. Jetzt fehlt noch das Geld für weitere Stühle, für einen Schrank und für Unterrichtsmaterial. Mit den Spenden aus der diesjährigen Weihnachtssammlung möchte die Aktion Hungerhilfe unter anderem diese Anschaffungen finanzieren.

In ihrer E-Mail vom 22. September bittet Schwester Theresina um Unterstützung folgender Aktivitäten:

  • Nachhilfe für Kinder und Jugendliche, deren Eltern weder lesen noch schreiben können und die „auf der Strecke bleiben“, wenn sie den Rhythmus in der Schule nicht mitmachen können.
  • Alphabetisierungskurse für Erwachsene.
  • Gitarrenkurse, um Jugendliche von der Straße zu holen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken.
  • Handarbeitskurse für Mädchen und Frauen, um ihnen so die Möglichkeit eines kleinen eigenen Einkommens für die Familie zu schaffen. Oft hat eine Familie weniger als 200,- Euro im Monat, um 5 bis 9 Personen zu versorgen.
  • Finanzierung von Therapien bzw. das Angebot einer Therapie durch die Schwestern, da es viel sexuellen Missbrauch, Gewalt, Alkoholismus und Prostitution in solchen "Familien" gibt.
  • Medizinische Hilfe (Arztbesuche, Hilfen für notwenige Operationen usw.), weil viele Menschen in den Warteschlangen der öffentlichen Gesundheitsvorsorge sterben, bevor sie eine notwendige Operation erhalten.
  • Hilfe zur Schul- und Berufsausbildung (die Schwestern helfen einer Gruppe von Mädchen, eine Berufsausbildung zu machen, da ihre Familien keinerlei Möglichkeit haben, ihnen das zu bieten).
  • Hilfe für Abhängige von Drogen und Alkohol. Beides zerstört die Menschen und die Familien. Hauptleidtragende sind meist Frauen und Kinder.

Aus der Beschreibung wird deutlich, dass die Hilfe aus unserer Pfarrgemeinde ungemein wichtig ist für die dortige arme Bevölkerung. Durch die rasche und unbürokratische Weiterleitung der Spenden nach Brasilien und durch den Entfall jeglicher Verwaltungskosten ist sichergestellt, dass das Geld die Notleidenden schnell und unbürokratisch erreicht.

Bei der Volksbank Heilbronn besteht ein Spendenkonto:

IBAN-Nr. DE74 6209 0100 0271 8000 03
BIC GENODES1VHN

Spendenquittungen werden Anfang 2019 erstellt (bitte den Namen und die Adresse auf dem Überweisungsträger vermerken).

Die Aktion Hungerhilfe dankt schon jetzt für jede noch so kleine Spende und bittet um das Gebet für die Schwestern, für deren Missionsarbeit und für die Armen, denen die Hilfe zugutekommt. Umgekehrt werden auch in Brasilien immer wieder Hl. Messen für alle lebenden und verstorbenen Spender der Aktion Hungerhilfe gefeiert.