Aschermittwoch

Die österliche Bußzeit begann mit dem Gottesdienst am Aschermittwoch. Jedem Gottesdienstbesucher wurde mit der Asche der verbrannten Palmzweige des letztjährigen Palmsonntags ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet mit den Worten:

„Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“.

Als ich danach zwei Schwestern zum Zahnarzt fahren musste, habe ich daran schon gar nicht mehr gedacht und bin eben mit dem Aschenkreuz im Wartezimmer gesessen…

Ansonsten war der Aschermittwoch eher ein stiller Tag. Zum Essen gab es eine „Fastensuppe“, Gemüsebrühe mit viel Gemüse auch aus unserem Garten, und am Abend traditionell „Schwarzer Brei“.

Am Essen merkt man schon ein bisschen, dass gerade Fastenzeit ist. Beim Mittagessen gibt es keinen Nachtisch (außer sonntags und an besonderen Tagen wie z. B. dem Geburtstag unseres Gründers Faustin Mennel) und auch die Süßigkeiten im Refektorium sind verschwunden.

Im Mittelpunkt stehen hier jedoch nicht irgendwelche Essensverbote, sondern es wird mehr Wert auf die geistliche Erneuerung gelegt. Wir haben dazu z. B. Fastenkalender, die uns für jeden Tag einen Gedanken mitgeben. In der Formation schauen wir uns täglich einen Kalender mit dem Titel „Auf dem Weg DAS LEBEN finden“ an, der Bilder von Sieger Köder enthält.

Halleluja

Ansonsten wird einem schon in jedem Stundengebet bewusst, dass gerade österliche Bußzeit ist, da kein Halleluja gesungen wird. Normalerweise wird dieses Wörtchen am Ende der Eröffnung feierlich gesungen:

„wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja

Bis Ostern endet die Eröffnung bereits mit dem „Amen“. Besonders in den ersten Tagen bliebt uns das „Hall…“ doch noch im Mund stecken.

Umkehr

Jeden Freitag wird vor der Vesper anstelle des Rosenkranzes der Kreuzweg gemeinsam gebetet und am Samstagabend wird die Vesper von einzelnen Personen oder Gruppen besonders gestaltet im Hinblick auf das Evangelium des jeweiligen Fastensonntags. Zudem wurde die morgendliche Anbetung geändert. Freitags und samstags wird in Anlehnung an Karfreitag und -samstag das Allerheiligste gar nicht ausgesetzt. Stattdessen wird lediglich eine Kerze angezündet, um darzustellen, dass der Herr zwar verborgen ist, aber doch immer gegenwärtig. An den anderen Tagen wird keine Monstranz verwendet, sondern das Ziborium, also der Hostienkelch, auf den Altar gestellt.

Auch der Stille Tag vorletzten Sonntag stand unter dem passenden Thema Buße und Umkehr. Als Impuls wurde uns bei der Einführung am Vortag ein Satz aus dem Testament des heiligen Franziskus mit auf den Weg gegeben:

„So hat der Herr mir, dem Bruder Franziskus, gegeben, das Leben der Buße zu beginnen.“

Im Anschluss daran sollten wir selbst ein paar Schritte gehen, innehalten und bewusst umkehren. Besonders interessant fand ich die Entdeckung, dass man ja die eigenen Fußspuren zurückverfolgen kann, wenn man diese Übung im Schnee vollzieht.

Vereister Garten

Ach ja, der Schnee und die Kälte. Das Weihwasser in unserer Kirche ist eingefroren.

Bei der Gartenarbeit macht es natürlich sehr viel Spaß bei diesen zweistelligen Temperaturen im Minusbereich Traktor zu fahren. In unserem Kartoffelkeller wurde der Gefrierpunkt erreicht und es musste ein kleiner Ofen hineingestellt werden. Mein Weg zur Arbeit ist auch etwas „rutschig“, wie auf dem Bild zu sehen ist. Nachdem endlich unser Schnittsalat wunderschön gewachsen war und die Küche dann auch noch zwei Kisten bestellt hat, konnten wir ihn (neben diversen Kräutern) nicht ernten, da die Türen unseres Glashauses zugefroren waren. Wir freuen uns schon auf wärmere Temperaturen, auch wenn uns hoffentlich diese frostigen Tage im Sommer nützen, was Unkraut und Schädlinge angeht.

„Unser tägliches Brot gib uns heute“

Da die Arbeit im Garten mich nicht mehr jeden Tag beschäftigt, habe ich in der Backküche beim Brotbacken helfen dürfen. Es war schon faszinierend, wie schnell man doch viele verschiedene Brote zu zweit herstellen kann. Wir stellten an einem Vormittag mehrere Laibe Haferbrot, Graubrot, Leinsamenbrot, Dinkelbrot und natürlich noch Zopfbrot für Sonn- und Festtage her. Es macht schon viel Freude, das eigene Brot herzustellen und es später dann auch genießen zu können.

Chorwochenende Bad Wörishofen

Besonders gut gespeist habe ich auch beim Probenwochenende mit unserem Chor Cantemus in Bad Wörishofen. Wir waren im Hotel KurOase untergebracht, das sich in einem Teil des Klosters der Dominikanerinnen befindet, in dem einst Sebastian Kneipp als Beichtvater lebte. In dieser Atmosphäre konnten wir intensiv vor allem für den anstehenden Weltgebetstag der Frauen proben.

Die Gottesdienste in der Hauskapelle finden wegen Sanierungsmaßnahmen ab sofort im Kapitelsaal statt. Die Sanierungsmaßnahmen sollen voraussichtlich bis Palmsonntag abgeschlossen sein.

Am vergangenen Montag mussten wir nach der Laudes am Morgen aus der Hauskapelle ausziehen, da unsere Hauskapelle geweißelt werden muss (siehe Bild oben). Unser Kapitelsaal wurde kurzerhand umfunktioniert. Altar, Tabernakel und Ambo wurden hineingeräumt und die Stühle passend platziert. So können wir jetzt in heimeliger Umgebung das Stundengebet beten und die Werktagsmessen feiern, bevor an Ostern die Hauskapelle in neuem Glanz erstrahlt.

Unser Zopfbrot ...
Unser Zopfbrot für Sonn- und Festtage
Chorwochenende ...
Chorwochenende in Bad Wörishofen: reiche Teeauswahl
Chorwochenende ...
Chorwochenende in Bad Wörishofen: unser Zimmer
Chorwochenende ...
Chorwochenende in Bad Wörishofen: Marienstatue in der KurOase
Chorwochenende ...
Chorwochenende in Bad Wörishofen: KurOase im Kloster
Chorwochenende ...
Chorwochenende in Bad Wörishofen: was stimmt hier nicht?
Chorwochenende ...
Chorwochenende in Bad Wörishofen: Nachtisch...
Unsere Hauskape...
Unsere Hauskapelle nach dem Ausräumen
Die Bänke unser...
Die Bänke unserer Hauskapelle im Flur
Eiszapfen vor m...
Eiszapfen vor meinem Zimmer
Wer im Glashaus...
Wer im Glashaus sitzt, ... - war zwischenzeitlich nicht möglich ...
Gefrorenes Weih...
Gefrorenes Weihwasser in der Kirche