In der sogenannten „besinnlichen“ Adventszeit ist auch hier im Kloster viel los und wir bereiten uns vielfältig – nicht immer nur ruhig und still - auf das Weihnachtsfest vor.

Es ist alles adventlich geschmückt und in der Hauskapelle herrscht eine ganz besondere Stimmung, wenn morgens und abends nur Kerzenlicht brennt, während es draußen dunkel ist. Vor allem in den Messen und in den Stundengebeten erkennt man an den Texten, den besonderen Hymnen und Antiphonen, dass gerade die Zeit der Vorbereitung und Erwartung auf das Fest der Geburt unseres Herrn als auch auf seine zweite, endgültige Wiederkunft ist.

Mehr Advent

Begonnen hat bei uns die Adventszeit schon eine Woche vor dem ersten Advent mit unserer Adventsveranstaltung „Mehr Advent“ am Christkönigswochenende. Auf dem festlich geschmückten und beleuchteten Klostergelände gab es viele Stände mit vielfältigen Angeboten (u.a. eine „KKK Suppe“ mit Kürbissen aus unserem Garten – KKK = „Kürbis-Kokos-Kloster“), Kinderprogramm, einen Vortrag von Schwester Teresa Zukic, Darbietungen von Chören, Schulen, Kindergärten etc. aus der Umgebung, …. Auch unser Chor Cantemus war dabei uns sang am Sonntagnachmittag in unserem Krippenweg ein paar passende adventliche und franziskanische Lieder.

Neben dem Krippenweg und diverser anderer „klassischen“ Krippen zum Kaufen oder zum Bestaunen gab es auch noch eine besondere Krippe: die weltweit längste franziskanische Krippe der Welt (siehe Bild oben). Sie wurde entlang des Pfortewegs aufgebaut und mit Informationen zu Franziskus und seinen Weggefährten sowie mit Bildern unserer Schwestern und Mitarbeiter verziert. Auch nach Ende der Veranstaltung steht die Krippe immer noch und beleuchtet jede Nacht mein Zimmer.

Insgesamt war es eine sehr schöne und gelungene Veranstaltung. Der große Aufwand beim Aufbau hat sich in meinen Augen gelohnt. Am Sonntag hat es passenderweise sogar angefangen zu schneien.

Über zu wenig Schnee können wir in dieser Adventszeit wirklich nicht klagen. Bisher habe ich an fast jedem Adventswochenende einen Kollegen früh am Morgen gesehen, der zum Schneeräumdienst mit dem Pflug kommen dufte. In der Bildergalerie unten gibt es auch ein paar Impressionen vom Kloster Bonlanden im Schnee und natürlich auch von der Adventsveranstaltung (nicht alle Bilder der Veranstaltung sind von mir. Daher an dieser Stelle an den Fotografen: danke für die Bilder und vor allem danke für den Besuch!).

Besuch vom Nikolaus

Bei solchen Wetterverhältnissen waren wir natürlich schon richtig eingestimmt auf die Adventszeit und den Besuch des Nikolaus am 06. Dezember. Zwei meiner Kolleginnen beglückten uns am Nachmittag mit ihrem Besuch als Nikolaus und sein Bote. Sie brachten uns auf ihrem Schlitten Geschenke mit – schließlich waren wir ja das ganze Jahr über immer brav gewesen – und gesellten sich anschließend (wieder in „zivil“) zu uns, während wir ein paar adventlichen Lieder sagen und dazu Punsch, Nüsse, Mandarinen, Lebkuchen und Spekulatius genossen.

Gründungsfest

Zwei Tage später gab es schon wieder ein Fest, diesmal aus zweifachem Anlass: unsere Gemeinschaft wurde 163 Jahre alt und zudem war das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, das früher auch „Mariä Empfängnis“ genannt wurde. Im Jahre 1854, an dem Tag, als dieses Dogma der unbefleckten Empfängnis Mariens von Papst Pius IX verkündet wurde, wurden die „Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Mariens“, so der rechtlich offizielle Titel, von Faustin Mennel gegründet. Auf dem Bild unten ist die "Maria Immaculata" (lat. "die Unbefleckte") Statue zu sehen, die sich an unserer Klosterkirche befindet.

Begonnen wurde dieser Festtag mit einer feierlichen Messe. Anschließend beschäftigten wir uns an diesem Tag vor allem mit dem Thema „Ikonen“. Zuerst haben wir am Vormittag interessante Hintergrundinformationen zu Ikonen und deren Herstellung erhalten und dazu einen Film geschaut, bevor es dann am Nachmittag – nach dem Kaffee mit leckeren Torten unserer Konditorin – eine Ikonenausstellung gab. Dort wurden verschiedene von den Schwestern geschriebene Ikonen gezeigt.

¡Adios!

Wieder zwei Tage später, am zweiten Advent, gab es einen besonderen Nachmittag, da wir von den vier Schwestern aus Südamerika Abschied nehmen mussten, die einen Tag später zurückgeflogen sind. Zunächst schauten wir Bilder aus Rom an, da die Schwestern aus Südamerika zusammen mit unserer deutschen Generalratsschwester und der früheren Generaloberin eine Woche zuvor in Rom waren. Anschließend gab es noch (von mir gebackenen) Kuchen.

Cantemus im Advent

Auch der dritte Adventssonntag war nicht langweilig. Begonnen wurde mit einer Roratemesse in der Klosterkirche um 7.00 Uhr, zu der die Gemeinde aus Berkheim zu Fuß wanderte. Unser Chor Cantemus hat den Gottesdienst musikalisch umrahmt. Am gleichen Abend durften wir schon wieder singen: diesmal beim Bußgottesdienst in Berkheim.

Für die beiden Auftritte war die Probenzeit etwas knapp, da die vorletzte Singstunde etwas verkürzt wurde, da ich mit dem Chor meinen Geburtstag nachfeierte. Sie haben mir dazu ein lustiges und durchaus passendes Ständchen zur Melodie von „meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ gedichtet und mir noch eine Blume und eine wunderschöne Kerze geschenkt. Am lustigsten war jedoch die Idee, mir insgesamt 30 Geburtstagskarten einzeln zu meiner Mutter per Post zu schicken, da ich meinen Geburtstag im Heimaturlaub verbrachte. Als sie den Briefkasten öffnete, ist ihr alles entgegengeflogen... Doch auch sonst habe ich an meinem Geburtstag viele Glückwünsche und Geschenke aus Bonlanden erhalten, worüber ich mich sehr gefreut habe. Natürlich gab es das alles auch in meiner Heimat und auch darüber habe ich mich sehr gefreut, wie auch über die vielen schönen Begegnungen an meinem Geburtstag und an den anderen Urlaubstagen.

Vorbereitung auf Weihnachten

Nach meiner Rückkehr vom schönen Heimaturlaub war neben den bereits erwähnten Festen auch unter der Woche viel los. Wir hatten zum Beispiel eine sehr interessante Einführungsveranstaltung zum neuen Kirchenjahr mit dem Schwerpunkt des Markusevangeliums. Am Gedenktag Unserer Lieben Frau von Guadalupe, dem größten Wallfahrtsort der Welt, feierten wir am Morgen eine schön gestaltete Roratemesse in der Hauskapelle. In dieser Woche wird dann noch die Realschule vom Nachbarort Erolzheim ein Konzert in der Kirche veranstalten.

Seit dem dritten Advent wird bei uns auch die alte Tradition der Herbergssuche gelebt. Jeden Tag zieht am Nachmittag eine Marienstatue von einem Raum in einen anderen, wo sie einen Tag lang Herberge finden wird. Vor dem Abschied betet man gemeinsam den Rosenkranz.

Wie nahe das Weihnachtsfest schon ist, erkennt man bei uns auch daran, dass seit dem 17.12. in der Vesper die sogenannten „O-Antiphonen“ gesungen werden. Diese fangen alle mit „O“ und einer Anrede an den Messias an und enden in einem Rufen nach dem Kommen des Herrn. Begonnen wurde mit „O Weisheit“, heute folgte „O Adonai“ (=„o Herr“) und morgen "O radix Jesse".

"O Spross aus Isais Wurzel, gesetzt zum Zeichen für die Völker - vor dir verstummen die Herrscher der Erde, dich flehen an die Völker: o komm und errette uns, erhebe dich, säume nicht länger!"

Bevor das Weihnachtsfest aber wirklich kommen kann, stehen auch noch andere Aufgaben an, wie z.B. Plätzchen verteilen, Geschenke verpacken, Weihnachtsbaum aufstellen. Auf jeden Fall bin ich schon auf mein erstes Weihnachtsfest in Bonlanden gespannt.

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