Hier in Bonlanden wurde gestern natürlich auch Fronleichnam gefeiert. Es begann mit der Vesper am Vortag, aber eigentlich waren viele von uns schon Tage davor wegen des Blumenschmucks beschäftigt. Am Abend vorher zogen wir auch noch los um die fehlenden Blumen zu holen und stellten diese ins Kühlhaus der Gärtnerei. Es ist schon praktisch, wenn man solche Möglichkeiten vor Ort hat.

Am nächsten Morgen ging es natürlich früh los um den Blumenteppich und Schmuck rechtzeitig fertig zu bekommen. Hier heißt rechtzeitig aber nicht bis zum Gottesdienst, sondern bis zur Laudes um 7 Uhr… Während der Arbeit gab es noch eine kleine Frühstückspause dank unseres Kochs.

Nach der Laudes und dem anschließenden Frühstück wurden noch Teppiche aus den Fenstern gehängt (auch aus meinem Stock) und dann ging es auch schon zum Gottesdienst mit anschließender Prozession zur Herz-Jesu Statue.

Zum Mittagessen gab es noch leckeren selbstgemachten Caipirinha, den eine Schwester aus Brasilien, die im Moment bei uns in Deutschland ist, selbst gemacht hat. Ein paar Impressionen von Fronleichnam in Bonlanden gibt es unten in der Galerie.

Dort sind auch noch weitere Bilder zu finden, z.B. von meiner Arbeit im Garten, auf denen man gut sieht wie alles wächst und gedeiht (vor allem im „Tomatenurwald“).

Allgemeine Themen

Da ich jetzt doch schon eine Weile hier bin, wollte ich auch noch zu ein paar allgemeinen Themen zum Leben hier im Kloster schreiben, da ich schon öfters dazu befragt wurde. Es kann natürlich sein, dass es in anderen Klöstern anders ist. Ich berichte hier nur von meinen eigenen Erfahrungen aus Bonlanden:

Kleidung

Wie man ja schon auf einigen Bildern sehen konnte, laufe ich hier immer noch in zivil herum oder eben in meiner Arbeitskleidung im Garten. Die Einkleidung erfolgt erst im Noviziat, vorher komme ich zuerst noch ins Postulat. Die anderen Schwestern haben hier übrigens eine graue Ordenstracht, an Festtagen tragen sie schwarz.

Haare

Meine Haare werde ich nicht abschneiden müssen (auch wenn ein gewisses Mitglied des Kirchenchors St. Dionysius mit gerne persönlich die Haare abschneiden würde…). Die Generaloberin hätte auch etwas dagegen, wenn jemand auf die Idee käme mir die Haare abzuschneiden.

Klausur

Hier im Kloster gibt es einige Bereiche, welche Gäste nicht betreten dürfen. Diesen Bereich nennt man „Klausur“. Dazu gehören der ganze Wohn- und Schlafbereich der Schwestern (den auch ich nicht betreten darf), der Noviziatsbereich, in dem ich untergebracht bin, das Refektorium (also der Speisesaal der Schwestern) und bei uns in Bonlanden noch unser Innenhof (siehe Bild). Immerhin kann man den Innenhof von den Fenstern aus bewundern (siehe Bildergalerie). Die Hauskapelle dagegen kann von jedem besucht werden.

Auto

Ein eigenes Auto habe ich nicht und brauche ich nicht, da ich ja meistens hier vor Ort bin und sonst ja schließlich Fahrrad fahren kann. Falls ich doch mal eine weitere Strecke fahren muss, gibt es hier einen kleinen „Fuhrpark“ und man kann sich ein Auto reservieren. Bisher habe ich für mich noch kein Auto gebraucht, aber als „Fahrdienst“ war ich schon öfters im Einsatz.

Sport

Manche dachten ja, dass ich hier keinen Sport mehr machen darf, ich bin aber immer noch sportlich aktiv. Ich gehe fast jeden Tag laufen (am liebsten morgens vor der Laudes beim Sonnenaufgang im Illertal), dann noch Radfahren, Inlineskaten und war auch schon im Biberacher Hallenbad schwimmen.

Gehalt

„Gehalt“ im eigentlichen Sinne verdiene ich nicht. Stattdessen lebe ich ja hier in der Gemeinschaft mit, ich habe eine Unterkunft und Verpflegung. Wenn man noch etwas Anderes benötigt, dann bekommt man hier auch, was man braucht. Man muss lediglich die Quittung dazu vorlegen. Bisher hatte ich wirklich nie den Eindruck, dass mir irgendetwas fehlt.

Besuch

In Bonlanden ist es ohne Probleme möglich besucht zu werden, es gibt auch viel zu besichtigen. Für Übernachtungsgäste gibt es auch ausreichend Gästezimmer, falls man auch mal länger bleiben möchte.

Wenn jemand Besuch hat, isst sie normalerweise zusammen mit dem Besuch im Speisesaal des Tagungshauses und nicht wie sonst üblich im Refektorium. Natürlich achtet man schon darauf, dass die eigenen Aufgaben nicht liegen bleiben. Entweder hat man eine Vertretung (z.B. bei Aufgaben im Refektorium) oder der Besuch kann sich während der Arbeitszeit selbst auf dem Klostergelände beschäftigen (es gibt hier viel zu entdecken und auch viele Schwestern, die gerne den Gästen etwas zeigen). Außerhalb der Arbeitszeit geht man natürlich auch noch zu den Stundengebeten und Messen, zu denen die Gäste gerne mitkommen können. Ansonsten bleibt immer noch genügend Zeit um z.B. im Klostercafé zusammen ein leckeres Eis oder eine Torte zu genießen…

Fronleichnam fr...
Fronleichnam früh am Morgen
Fronleichnam - ...
Fronleichnam - Sonnenaufgang
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Fronleichnam - Lagerung Blumenschmuck im Kühlhaus
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Fronleichnam - bei der Arbeit
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Fronleichnam - Blumenteppich
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Fronleichnam - Frühstück bei der Arbeit
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Fronleichnam - bei der Arbeit
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Fronleichnam - Altar und Teppich
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Fronleichnam - Teppich
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Fronleichnam - Altar
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Fronleichnam - Blumenteppich
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Fronleichnam - Teppiche am Gebäude
Fronleichnam - ...
Fronleichnam - Teppiche am Gebäude
Fronleichnam - ...
Fronleichnam - Teppiche am Gebäude
Fronleichnam - ...
Fronleichnam - Prozession
Fronleichnam - ...
Fronleichnam - Prozession
Fronleichnam - ...
Fronleichnam - Abschluss in der Kirche
Fronleichnam - ...
Fronleichnam - Monstranz
Tomaten im Gewä...
Tomaten im Gewächshaus
Tomaten im Gewä...
Tomaten im Gewächshaus
Aubergine im Ge...
Aubergine im Gewächshaus
Innenhof
Innenhof
Innenhof
Innenhof
Sonnenaufgang v...
Sonnenaufgang von meinem Fenster aus
Im Refektorium
Im Refektorium